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Susanne in Südtirol – oder Das Stechen im Weinberg

Hallo liebe Liebenden

Mittlerweile sind einige Tage vergangen und ich hatte nicht genügend Zeit, mich um Euch zu kümmern. Das lag einerseits daran, dass ich den Job gewechselt habe, und andererseits an meinem (von der letzten Arbeitsstelle noch aufzubrauchenden) Resturlaubsanspruch.

Ich entschied mich also, mir vor meinem neuen Dienstantritt noch was zu gönnen und so fuhr ich mit der Bahn für 10 Tage nach Südtirol, in die Nähe von Brixen. Ich hatte ein wirklich nettes Hotel dort und war gleich vom südländischen Flair begeistert. Das der Papst dort eine (ich sag mal) Residenz hat, erfuhr ich erst vom dortigen Tourismusoffice.

Gleich an meinem ersten Tag entschied ich mich die Stadt zu besichtigen, und flanierte stundenlang durch die Brixener Altstadt. Inmitten dieser wurde ein Markt abgehalten und ich ging von Stand zu Stand, um mir die hier angebotenen Produkte mal etwas genauer anzusehen. Ich wollte was zwischen die Lippen bekommen und eigentlich sollte es etwas zum Naschen sein. Doch was genau, das wußte ich noch nicht.

Ich blieb bei einem großem Stand stehen, mit einer Unmenge an Mehlspeisen und Leckereien. Ich gustierte und schaute einige Minuten lang durch die Glasscheibe hindurch auf die Spezialitäten. Da plötzlich hörte ich hinter dem Stand jemanden sagen: “Ciao Madame, was darf ich Ihnen anbieten?” Etwas erschrocken, ich war ja total fasziniert von den ganzen Süßigkeiten, fuhr ich hoch und stieß mir mit einem Male meinen Kopf derartig an einer herunterhängenden Holzlatte an, dass ich fast das Gleichgewicht verlor. Mir wurde etwas schwindlig und ich suchte Halt. Plötzlich spürte ich, dass jemand seinen Arm unter den meinen Schob und mich von Hinten umfasste. Ich dachte im ersten Moment an einen Überfall, doch sagte dieser Jemand zu mir: “Keine Angst Fräulein… ich hab Sie”. Mir wurde etwas schwarz vor Augen und meine Knie wurden weich, mein Kopf tat weh und ich fühlte mich überhaupt nicht mehr wohl. Und das an meinem ersten Urlaubstag! Sh*t!

Marktplatz in der Altstadt von Brixen / Südtirol

Als ich meine Augen wieder öffnete, standen da eine Menge Leute um mich herum und alle sprachen in einem riesen Wirr Warr, die Einen auf Deutsch, die Anderen auf Italienisch und sogar einen Plattdeutschen Dialekt konnte ich vernehmen. “Ich bring Sie hier weg” hörte ich wieder diese angenehme Stimme sagen, von dem Mann der mich immer noch stützte und den ich mir nun etwas genauer ansehen konnte. Er war so um die 55 bis 60, hatte kurzes graumelliertes Haar und roch angenehm nach Joop. Ohne auf meine Antwort zu warten, ging er mit mir vom Ort des Geschehenes weg und schon 5 Minuten später saßen wir in einem schicken kleinen Cafe. “Zwei Espressi bitte” orderte der Mann gegenüber für uns beide, ohne mich überhaupt zu fragen, ob ich denn auch einen wolle. “Na der hat ja Manieren” dachte ich mir noch, als er meinte: “Aber entschuldigen Sie Fräulein, ich hatte ja noch gar keine Gelegenheit mich vorzustellen. Ich bin Toni (Anm.: Namen hab ich geändert) und freue mich, Sie in Brixen begrüßen zu dürfen”. Ich war totall baff.

Wieso weiß der, dass ich heute den ersten Tag hier bin? “Ich habe Sie vorhin im Touristen Office gesehen, als Sie nach einem freien Zimmer fragten. Doch Sie haben mich nicht bemerkt.” sagte er, meinen verwirrten Blick wohl richtig deutend. Ich wurde etwas rot, denn es war mir etwas peinlich. “Oh tut mir leid, ich war so beschäftigt mit der…” “Aber das macht ja nichts,” unterbrach er mich, “ich dachte mir nur: diese hübsche junge Frau wird sicher mit Begleitung hier sein.” “Nein, ich reise gerne alleine” antwortete ich ihm. Wir sahen uns dabei spontan in die Augen und ich weiß nicht was es genau war, aber irgendwas faszinierte mich plötzlich an diesem Mann, der leicht mein Vater hätte sein können, und sein Blick zog mich in seinen Bann. Dann kamen auch schon unsere “Espressi” und unser Gespräch nahm mit einem Male eine völlig andere Richtung. Wir sprachen über unsere vergangenen Beziehungen, Enttäuschungen in der Liebe und Glücksmomente und irgendwie war mir, als ob ich diesen Herrn schon seit Jahren kenne. Immer wieder trafen sich unsere Finger, unsere Hände für einen flüchtigen Augenblick zu einer kurzen Berührung, was uns aber gar nicht peinlich war, sondern uns jedesmal zum Grinsen brachte.

Ja liebe Leserinnen und Leser. Ich gebe es zu: Susanne hatte nach langem wieder Schmetterlinge im Bauch!
Ich mußte mir dies eingestehen, obwohl er ja eigentlich gar nicht mein Typ Mann und auch um einige Jahre Älter war (wie erwähnt). Aber die Chemie zwischen uns passte einfach so gut, dass wir immer weiter redeten, bis er irgendwann einmal fragte, ob er sich mir als Reiseführer anbieten dürfe. Ich tat so als ob ich darüber nachdenken müsste, obwohl ich längst die Entscheidung getroffen hatte. Wir gingen also noch etwas durch die historische Altstadt von Brixen, bis wir an einem Parkplatz ankamen, wo Toni meinte “Susanne (wir waren bereits per Du), ich würde Dir gerne die schönen Weinberge zeigen, die uns hier umgeben. Von da oben hast Du eine wunderbare Aussicht auf das ganze Tal”. Ich nickte, wir stiegen ein und fuhren mit seinem kleinen weißen Suzuku-Jeep-Cabrio los.

Zuerst noch ein Stück den Fluss entlang und dann bog Toni scharf links ab. Wir fuhren ein Stück durch den Wald, einen steilen Berg hinauf, nach ca. 10 Minuten bog er scharf rechts ab und nach 50 Meter durchs Dickicht standen wir plötzlich mit dem Auto vor einem senkrechten Abgrund mit einem traumhaften Blick bis nach Bozen (erklärte mir Toni). “Wow” sagte ich, “besser als in jedem Reiseprospekt”. Toni legte den Arm wortlos um meine Schultern, und als ich mich nach einem kurzen Augenblick an ihn lehnte, drehte er sich zu mir, sah mir tief in meine Augen und gab mir einen zärtlichen, innigen Zungenkuß, der mich zum dahinschmelzen brachte…..
Weiter beim nächsten Mal….

Hat Euch meine Urlaubsgeschichte gefallen? Dann freue ich mich wieder, wenn Ihr mir Kommentare/Postings hinterlässt. Demnächst werde ich weiter erzählen, Toni konnte ja sein Hände nicht in Zaum halten!

Liebe Grüße,
die liebe Susanne

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2 Kommentare zu “Susanne in Südtirol – oder Das Stechen im Weinberg”

  1. Schlafzimmer Blog meinte am:

    Wow und das schon am ersten Urlaubstag, bin gespannt wie es weiter geht.
    Und übrigens ich wünsch dir viel Glück im neuem Job ;)

  2. Susannes kleiner Intim-Blog » Blog Archive » Können 15.000 Frauen im Bett lügen? meinte am:

    [...] bei den 10 besten liebhabernationen die da wären: Platz 1 Span(an)ien, 2 Brasilien, 3 Italien (aaaach ja Südtirol…), 4 Frankreich, 5 irland, 6 Süd-Afrika, 7 Australien (oder meinten die doch Austria?!), 8 Neu [...]

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